Review by Legacy (Germany) in German

SIGNS OF DARKNESS "Beyond The Autumn Leaves"
(LSP Company)

Die Band kommt aus Belgien, hat eine amerikanische Sängerin und spielt zumindest laut ihrem Label LSP "melodic atmospheric black metal". Da dies eine derzeit (zu) sehr beliebte Stilrichtung ist, befürchtete ich schon, eine weitere Siebenbürgen- oder Dismal Euphony-Kopie ertragen zu müssen. Allerdings muß ich nach einigen Durchläufen der neun Lieder sagen, daß diese Bezeichnung der Band nicht gerecht wird. Natürlich finden sich Ähnlichkeiten im kompositorischen Ansatz, jedoch haben SIGNS OF DARKNESS ihren eigenen Stil. Ich würde behaupten, daß die Band geschickter als andere vorgeht, wenn es um die Einflechtung von Gothic-Elementen geht. Es mag auch an Sarahs klarer Stimme liegen, die glücklicherweise in einer erträglichen Tonlage singt und nicht auch noch opernhaft vor sich hinträllert. Hauptsächlich ist mir aber die Rhythmusfraktion positiv aufgefallen, die oft genug Geschwindigkeitsrekorde bricht. Leider sind die Gitarren nicht fett genug, um ein richtiges Brett zu erzeugen, und zu oft ist das Keyboard am Herumklimpern, was mir wirklich gegen den Strich geht. Der ebenfalls angeführte Vergleich mit Emperor ist nicht von der Hand zu weisen, sofern man damit die Frühwerke der Norweger meint. Hier lassen sich Parallelen ziehen. Unterm Strich ein Album für all jene, die zwar den Stil der genannten Bands (oder auch Tristania) mögen, sich aber an diesen sattgehört haben und einmal eine neue Nuance entdecken wollen. (JF)
10 Punkte